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Waldzustand

Waldzustandsbericht - Zur Erklärung


Sowohl das Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, als auch die Bundesländer, bzw. entsprechende Ministerien geben alljährlich einen Waldzustandsbericht (auch Waldschadensbericht) ab, dem eine stichprobenartige Erhebung in verschiedenen Standorten zugrunde liegt. Diesen Waldzustandsberichten sind die folgenden Daten entnommen.


Einteilung der Schadstufen


Wichtigster Indikator bei der Erfassung des Waldzustandes ist die sogenannte Kronenverlichtung der Bäume:

  • Schadstufe 0: 0%-10% ohne Sichtbare Kronenverlichtung
  • Schadstufe 1: 11%-25% Warnstufe (schwache Kronenverlichtung)
  • Schadstufe 2: 26-60% mittelstarke Kronenverlichtung
  • Schadstufe 3: > 60% starke Kronenverlichtung
  • Schadstufe 4: 100% abgestroben

Bundesweiter Waldzustandsbericht 2005


Allgemein:

Aufnahme im 16 x 16 km-Netz
13.630 Probebäume auf 451 Probepunkten
Es wurden 38 Baumarten erfasst.
Rund 85% der Probebäume entfallen auf die Hauptbaumarten Fichte, Kiefer, Buche und Eiche.
Ergebnis:

Anteil der deutlich geschädigten Waldfläche sank gegenüber 2004 um 2%-Punkte auf 29%.

  • Schadstufe 0 - gesund 29% (+1%-Punkt)
  • Schadstufe 1: 42% (+1%-Punkt)
  • Schadstufe 2 - 4: 28,9% (+2,6%-Punkte)

Bei den Baumarten hat sich der Anteil der deutlichen Schäden unterschiedlich entwickelt:
Bei Fichte (21,8%) sank die Schadensfläche, die Kiefer (18,6%) blieb nahezu unverändert, bei der Buche ging der Wert leicht zurück auf 27%.

Deutlich verschlechtert hat sich dagegen der Kronenzustand der Eiche sowie der anderen Laubbäume: Der Anteil deutlicher Schäden stieg bei der Eiche um erneute 6%-Punkte seit vergangenem Jahr auf nunmehr 51% wohingegen der Wert sich bei den anderen Laubbäumen um 0,4%-Punkte auf 19,7% sank.

Deutliche Schäden bei den Baumarten:

  • Eiche: Deutliche Schäden bei 51%
  • Buche: Deutliche Schäden bei 44%
  • Fichte: Deutliche Schäden bei 31%
  • Kiefer: Deutliche Schäden bei 19%

Die Trockenheit und Ozonbelastung haben sich im Ergebnis der Waldschadenserhebung 2003 aus folgenden Gründen nicht noch stärker bemerkbar gemacht:
Für die Belaubung/Benadelung der Bäume ist nicht nur die Witterung des laufenden Jahres ausschlaggebend, sondern auch die des vorausgehenden Jahres, in dem die Knospenbildung erfolgt. Für das Wachstum der meisten Wälder war das Jahr 2002 witterungsmäßig günstig.
Infolge des nassen Spätsommers und Herbstes 2002 waren die Wasserspeicher der Waldböden so weit aufgefüllt, dass viele Wälder bis in den Sommer 2003 ausreichend mit Wasser versorgt waren. Die Waldschadenserhebung war schon fast abgeschlossen, als Trockenstress und Ozonwerte gegen Mitte August ihren Höhepunkt erreicht hatten.


Waldzustandsbericht Hessen 2006

Allgemein:

Inventurnetz 8 x 8 km
Ca. 4.395 Bäume an 139 Stichprobenpunkten wurden untersucht.
Zusätzlich 1.754 Bäume in der Sondererhebung der Rhein-Main-Ebene (4 x 4 km-Raster)
Ergebnis:

Im Durchschnitt liegt der Anteil der deutlich geschädigten Waldfläche (Schadstufe 2- 4) auf ähnlichen Niveau wie 2005 (-1%-Punkt = 32%).
Alarmierend bleibt der Zustand der Bäume in der Rhein- Main- Ebene. (Grund: neben hoher Schadstoffbelastung sind die Zerschneidung der Waldflächenund die Grundwasserstandsveränderung Hauptursachen der Schäden.)

  • Schadstufe 0 35% (+8%-Punkte)
  • Schadstufe 1: 33% (-7%-Punkte)
  • Schadstufe 2 - 4: 32% (-1%-Punkt)
  • Fichte: Deutliche Schäden bei 20% (-5%-Punkte)
  • Kiefer: Deutliche Schäden bei 31% (+2%-Punkte)
  • Buche: Deutliche Schäden bei 43% (+4%-Punkte)
  • Eiche: Deutliche Schäden bei 44% (-9%-Punkte)
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