Interessante Fakten


 

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Flächenanteil des Waldes

 

Holz als Rohstoff , Waldwirtschaft , Holzwirtschaft

Landwirtschaft und Wald

 

 

 

 

 

  • In Deutschland gibt es rund 10,9 Millionen Hektar Wald. Bei einer Gesamtfläche des Bundesgebietes von ~35,7 Hektar ist das fast ein Drittel.
  • Seit 1960 ist die Waldfläche in Deutschland um 500.000 ha gewachsen.
  • Der Flächenanteil von Landwirtschaft beträgt 54%.
  • 16% des Landes sind besiedelt, bzw. mit Industrie- und Verkehrsflächen versiegelt.

 

 

Waldnutzung

 

  • Der Holzvorrat in den Wäldern Deutschlands liegt durchschnittlich bei 270 m3 je Hektar. Damit liegen Deutschlands Wälder auf Platz 1 in der EU.
  • Die Holzvorräte steigen pro Jahr und Hektar um ca. 1m3
  • Nur 70 % der nachhaltig nutzbaren Holzmenge wird genutzt;
    der Holzeinschlag liegt bei durchschnittlich 40 Mio. m3 je Jahr
    nachhaltig mögliche Nutzung liegt bei 57 Mio. m3 je Jahr

 

 

Waldanteile in einzelnen Bundesländern

 

  • Hessen hat einen Waldanteil von 42% und mit den höchsten Waldanteil aller Bundesländer.
  • Rheinland-Pfalz hat einen ebenfalls einen Waldanteil von 42%
  • In Baden-Württemberg beträgt der Waldanteil 38%
  • Brandenburg: 37%
  • Bayern: 36%
  • Saarland: 35%
  • Thüringen: 34%
  • Sachsen: 27%
  • Nordrhein-Westfalen: 26%
  • Sachsen-Anhalt: 23%
  • Niedersachsen: 22%
  • Mecklenburg-Vorpommern: 21%
  • Berlin: 16%
  • Schleswig-Holstein: 10%
  • Hamburg: 5%
  • Bei der Hansestadt Bremen liegt der Anteil bei nur 3%, damit der geringste Anteil in der BRD

Waldanteile der Bundesländer in Deutschland

Grafik: Waldanteile der Bundesländer in Deutschland

 

 

Das Land Hessen

 
  • Der Waldanteil in Hessen liegt bei 42%
  • 8% des deutschen Waldes befindet sich in Hessen
  • Die Besitzverteilung des hessischen Waldes sieht wie folgt aus:
    Staats- (und Bundeswald): 40%
    Körperschaftschaftswald (und Kirchenwald): 35%
    Privatwald: 25%
  • Die dominierende Baumart in Hessen ist die Rotbuche
  • Der Anteil der Laubbäume beträgt in Hessen 52%
  • Ein Drittel aller Bäume in Hessen sind über 100 Jahre alt (im Bundesgebiet nur 18%)

 

 
Welche Anteile haben die einzelnen Baumarten?

 
  • Anteil des Laubwaldes (bzw. Laubbäume in Mischwäldern) im gesamten Bundesgebiet: 37%
  • Die Fichte kommt überall in Deutschland vor, die Anteile liegen in den östlichen Bundesländern bei 22% des Gesamtbaumbestandes, in den westlichen bei 45%
  • Die Kiefer hingegen kommt im östlichen Teil zu 54% anteilmäßig vor, in den westlichen Gebieten zu 22%
  • Die Buche hat in den westlichen Bundesländern einen Anteil von 24%, in den östlichen 19%
  • Die Eiche kommt in westlichen Gebieten anteilmäßig zu 9% vor, in den östlichen zu 5%
  • Weitere Laub- und Nadelbäume, die nicht bestandsbestimmend sind, sind bei dieser Auflistung nicht berücksichtigt
  • 56% der Wälder in Deutschland sind Misch- oder Laubwaldbestände.

 

 
Besitzverteilung

 
  • 46 % Privatwald (im Schnitt beträgt die Besitzgröße 3,6 ha)
  • 20 % Städte,Gemeinden und Körperschaften (sog. Körperschaftswald)
  • 34 % Staatswald davon: 31 % Landeswald, 3 % Bund
  • Es gibt 1,3 Millionen verschiedene Waldbesitzer in Deutschland

 

 
Wald als Wirtschaftsfaktor

 
  • Die Forstwirtschaft bietet eine Einnahmequelle für 1,3 Millionen Waldbesitzer.
  • Forst- und Holzwirtschaft bieten insgesamt über 800.000 Arbeitsplätze (75.000 in Forstwirtschaft, 700.000 in Holzwirtschaft, 100.000 im Nebenerwerb in der Forstwirtschaft)

 

 
Erholungsfunktion

 
  • Etwa zwei Drittel der Deutschen suchen mindestens einmal pro Jahr einen Wald auf, insgesamt ca. 1,5 Milliarden Waldbesuche pro Jahr.

 

 
Holz als Werkstoff

 
  • Die Verarbeitung von Holz ist erheblich weniger energieaufwendig, als die anderer Werkstoffe.
  • Bei der Gewinnung von Holz entstehen, im Gegenteil zu Aluminium, Stahl oder Kunststoff, keine bedeutenden Mengen an Abfallprodukten. Die Holzproduktion im Wald bleibt in Sachen Umweltfreundlichkeit konkurrenzlos.
  • Nach dem Gebrauch sind Holzprodukte ebenfalls äußerst umweltfreundlich, häufig ist eine Wiederverwertung möglich, oder es besteht die Möglichkeit der thermischen Nutzung.
  • "Abfälle" bei der Holzernte wie Äste, Blätter, Nadeln, Kronenholz etc. verbleiben im Wald, verrotten dort unschädlich und tragen zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit bei.
  • Beim "Holzwachstum" entsteht der lebensnotwendige Sauerstoff, während atmosphärischer Kohlenstoff (CO2) im Holz gebunden wird.

 

 
Wald - Global

 
  • 80% der Wälder, die ursprünglich den Planeten bedekten, ist stark beschädigt oder beseitigt.
  • Auf der Erde befindet sich 3,5 Milliarden Hektar Wald.
  • Jeweils 50% des Waldes befindet sich in den Tropen und in der gemäßigten, borealen Zonen.
  • 39 % des Waldes sind bedroht durch Abholzung, Bergbau und groß angelegte Bauprojekte. Vorwiegend sind das die Wälder in Süd- und Mittelamerika, dem westlichen Nordamerika und dem nördlichen Russland.
  • Jedes Jahr werden ~15 Millionen ha Tropenwald vernichtet, diese Fläche ist 1,5 mal so groß wie die deutsche Waldfläche.
  • In Nordamerika und Europa stieg die Waldfläche in den vergangenen Jahren wieder an, in Europa um zehn Prozent seit 1960.
  • Die Nachfrage nach Holzprodukten steigt nach wie vor, in Afrika sind 90 % der Bevölkerung auf Brennholz angewiesen.
  • Fast zwei Drittel des Waldes in West- und Mitteleuropa gelten als durch Luftimmissionen geschädigt.
 

 

 
Quellen: Regionaler Waldbericht Hessen 2000, Regionale PEFC-Arbietsgruppe; Hätten Sie's gewußt? - Eine Information der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW); Was wächst in unserem Wald? - Eine Broschüre der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband NRW; Waldzustandsbericht 2003
Internetseite des Verbraucherministeriums: www.verbraucherministerium.de
Internetseite zum 1.Deutschen Waldgipfel: www.waldgipfel.de