Der Nationalpark Kellerwald-Edersee


 

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Seit 1. Januar 2004 gibt es den hessischen Nationalpark

 

prächtige Buchen - typisch für den Nationalpark

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Fakten und Daten zum Nationalpark Kellerwald

Größe: ca. 5724 ha

Lage: Ca. 50 Kilometer südwestlich von Kassel und 9 Kilometer westlich von Bad Wildungen und ca 60 Kilometer östlich von Willingen/Winterberg am Südufer des Edersees

Gründung: 1.1.2004

Höhenlage: 194 m (Affolderner See) bis 626 m ü. NN (Traddelkopf)

>Alle Fakten und Daten
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Das neue Logo des Nationalparkes Kellerwald-Edersee

 

Vergrößern: auf die Karte klicken...Übersichtskarte des Naturparks und Nationalparks Kellerwald-Edersee

Im seit 2001 bestehende Naturpark Kellerwald im Landkreis Waldeck-Frankenberg, gelegen südwestlich von Kassel, direkt am Edersee und nördlich von Marburg, ist am 01. Januar 2004 durch eine Verordnung der Landesregierung eine Fläche von 5.724 Hektar zum Nationalpark erklärt worden. Die große Überraschung kam mit der Bekanntgabe des Regierungsprogramms der CDU-Alleinregierung im März 2003. Hier hieß es: „Die positive Entwicklung des Naturparks Kellerwald wird auch weiterhin unterstützt. Wir werden den Naturpark Kellerwald zum Nutzen der Region und mit der Region zu einem Nationalpark entwickeln.“ Damit kommt die Landespolitik einer Forderung nach, die bereits seit vielen Jahren von der SDW und anderen Naturschutzverbänden geäußert wurde. Dabei brachte die SDW in regelmäßigen Gesprächen das Thema immer wieder ein. Die jahrelange Auseinandersetzung war nicht immer erfreulich. Nicht zuletzt wegen des großen Einsatzes und auf Druck der Verbänden und der Bevölkerung konnte das Projekt bis zur Ernennung des Nationalparks innerhalb eines halben Jahres realisiert werden.

 

Flora und Fauna

 

Der Nationalpark Kellerwald zeichnet sich durch eine äußerst artenreiche Flora und Fauna aus. Große zusammenhängende Altbuchebestände, ruhige Waldwiesen, klare Bäche - in denen sich noch Flusskrebse und Muscheln finden - sind hier – Mitten in Deutschland – noch zu finden. Hier wo man meint, dass alte Eichen seltsame Geschichten erzählen, Linden, Eschen und Ulmen zugewachsene Pfade durch feuchte Schluchten bewachen, Orchideenwiesen und Pfingstnelkenfluren Elfen und Feen zum Tanz locken, Schwarzstörche sich noch untereinander kennen und sich vom wilden Gehämmer der zahlreichen Spechtarten nicht stören lassen, ja der Uhu über die Nacht wacht, wenn Bartfledermäuse den Wald erobern, darf nun endlich alles bleiben wie es ist (wenigstens hier!).

>ausführliche Daten zu Flora und Fauna

 

 

Ein eigenes Nationalparkamt

 

Für die zahlreichen Aufgaben im Nationalpark soll ein eigenes Nationalparkamt eingerichtet werden, das übergangsweise im Forstamt Edertal-Afflodern und nach Abschluss der Forstreformen Anfang des Jahres 2005 im frei werdenden Forstamtsgebäude Bad Wildungen untergebracht wird. Zur Zeit arbeiten Projektgruppen des Forst- und Naturschutzministeriums an einem Nationalparkplan, der vom Nationalparkamt umgesetzt werden soll. Dieser Plan beinhaltet Biotop- und Artenschutz, Wildbestandslenkung, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und Koordination des Besucherverkehrs, sowie wissenschaftliche Dokumentation und Forschung.

Um den Aufgaben gerecht zu werden, werden neben der Besetzung eines Leiters für das Nationalparkamt Stellen für vier Abteilungsleiter ausgeschrieben. Die entsprechenden Fachbereiche sind Verwaltung, Management und Entwicklung, Forschung - Naturschutz und Umweltbildung, Erholung und Öffentlichkeitsarbeit. Dienstrechtlich wird das Nationalparkamt dem Landesbetrieb Hessen-Forst angehören.
Das Land Hessen will für den Nationalpark 29,5 Arbeitsplätze stellen, dazu gehören auch sogenannte „Ranger“ (Nationalparkwacht), die im Zuge der Forstreform aus der Waldarbeiterschaft gewonnen werden sollen. Für die Finanzierung der Aufgaben steht dem Nationalparkamt in diesem Jahr ca. 2,4 Mio. € zur Verfügung, so Umweltminister Dietzel.
Auf einer Veranstaltung am 19. Januar wurde von Minister Dietzel symbolisch ein erstes Schild enthüllt. Dort ernannte Dietzel außerdem die in der Region aufgewachsene Schauspielerin Felicitas Woll, aus der ARD-Fernsehserie „Berlin, Berlin“ zur Nationalparkbotschafterin.

 

 

Leitbaumart ist die Buche

 

Das Gebiet des Nationalpark Kellerwald-Edersee ist frei von Besiedelung und öffentlichen Verkehrwegen und erfüllt die Richtlinien zur Erklärung eines Nationalpark der Weltnaturschutzorganisation IUCN (International Union for Conservation of Nature and National Ressources), die unter anderem voraussetzt, dass mindestens drei Viertel der Tier- und Pflanzenwelt sich selbst überlassen bleibt.
Eine besondere Bedeutung kommt dem Nationalpark deshalb zugute, weil sich auf dem Gebiet Deutschlands größter zusammenhängender Buchenbestand mit vergleichsweise alten und wertvollen Bäumen befindet. Mit dem neuen Logo des Nationalparkes, auf dem ein stilisiertes Buchenblatt zu erkennen ist, will man auf diese Charakteristik hinweisen. Auch seine Artenvielfalt und kulturhistorischen Highlights machen den Park zu einer Besonderheit. Besuchern gegenüber soll der 15. Nationalpark Deutschlands offen und interessant gestaltet sein, für sie ist ein weit verzweigtes Wegenetz mit über 70 Sehenswürdigkeiten und anderen Anlaufstellen angelegt.

>Mehr Informationen über den Nationalpark und die Region


 

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Weitere Infos...

 

www.nationalpark-kellerwald-edersee.de