Deutsche Alleenstraße


 

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Schutz eines Kulturerbes

 

Die deutsche Alleenstraße bei Schlitz am Vogelsberg

Die deutsche Alleenstraße

 

 

Viele schöne Alleen zieren die Landstraßen in den neuen Bundesländern. Kilometer um Kilometer kann man auf von Bäumen umsäumten Straßen fahren. Eichen, Linden, Kastanien, Buchen und Obstbäume verbinden Städte und Dörfer miteinander, schützen vor Regen, Wind und Sonne und sind unersetzlich für die Qualität von Luft und Wasser.
In den alten Bundesländern fielen eine große Zahl von Alleen in den 60er und 70er Jahren dem Straßenbau zum Opfer. So etwas muß zukünftig vermieden werden, denn Alleen-Bäume erfüllen vielfältige Funktionen und sind daher von großer Bedeutung für Mensch und Umwelt. Es sollte daher zunächst der ökologische Wert einer Allee geprüft werden, bevor er planerischen Maßnahmen zum Opfer fällt.

 

Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße

 

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald engagiert sich für den Erhalt und die Neuanlage von Alleen. Um dazu anzuspornen, wieder neue Alleen zu pflanzen und bestehende Alleen zu schützen, hat die SDW bundesweit die Aktion “Deutsche Alleenstraße” ins Leben gerufen.
Die Deutsche Alleenstraße wurde ausgehend von Rügen über Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen bis nach Thüringen geführt und erreichte 1997 Hessen. Inzwischen ist sie bis an den Bodensee angelangt.
Der “Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße” gehören neben der SDW auch das “Kuratorium Alte Liebenswerte Bäume in Deutschland”, der ADAC und Fremdenverkehrsverbände an.
Die Einweihung des hessischen Teilstücks der “Deutschen Alleenstraße” fand mit einer großen Veranstaltung und der Pflanzung einiger Alleebäume am 30. April 1997 in Lauterbach im Vogelsberg statt.

Genaueres über die Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße erhalten sie auf dieser Seite:

www.deutsche-alleenstrasse.de


 

Aufruf zum Mitmachen

 

 

Der Schutz und die Neupflanzung von Alleen sollen selbstverständlich nicht auf den Streckenverlauf der “Deutschen Alleenstraße” beschränkt sein. Alle Kommunen, Vereine, Einzelpersonen und Firmen sind aufgerufen, Straßenbäume und ganze Alleen zu pflanzen.
Um die bestehenden Alleen zu schützen, ruft die SDW Hessen alle Straßen- und Verkehrsbehörden, Landkreise, Städte und Gemeinden in Hessen zu einem achtsamen Umgang mit Straßen- und Alleebäumen auf. Schnell ist es möglich, daß ein Baum aus Gründen der Verkehrssicherung gefällt wird. Welche Bäume die Ämter für Straßen- und Verkehrswesen aus Sicherheitsgründen fällen lassen, wird in regelmäßigen Baumschauen festgelegt.
Bevor ein Baum aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt werden muß, ist sein Zustand fachkundig, gutachterlich zu prüfen.

Für Kommunen kann das Anlegen einer neuen Allee bei der Aufstellung von Bebauungsplänen und sonstigen Planungen sogar sehr interessant sein. Jeder Alleebaum kann den Planungsträgern nämlich positive Ökopunkte (d.h. ökologischer Ausgleich) einbringen. Es ist dann nicht nur mehr nur eine ästhetische Frage, ob eine Allee gepflanzt wird.

Die Pflege bzw. der Rückschnitt toter Kronenteile sollte immer Vorrang vor einer Fällung haben, auch dadurch kann den Belangen der Verkehrssicherheit Rechnung getragen werden. Bei den Mäharbeiten und der Bankettpflege ist Vorsicht an den Wurzelhälsen und den Stämmen geboten.

 

 

 

Die Alleenstraße führt auch durch Hessen

 

 

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Deutsche Alleenstrasse in Hessen